Das Zentrum für Predigtkultur soll die Kultur der evangelischen Predigt als zentrales Element protestantischer Glaubens- und Gottesdiensttradition fördern. Zum Angebot des Zentrums gehören Studienzeiten für Prediger, Lehrgänge zur praktischen Vermittlung von Rhetorik und Literatur sowie Auszeichnungen besonders gelungener Predigten. Standort ist Wittenberg. Geleitet wird das Zentrum von dem bayerischen Pfarrer Dr. Alexander Deeg.
Das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Melanchthonhaus in der Lutherstadt Wittenberg wird vorübergehend geschlossen. Grund sind Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten, die in diesem Jahr vorgenommen werden sollen, wie ein Sprecher der Stiftung Luthergedenkstätten am Freitag mitteilte. Am 16. Februar lädt das Haus aber noch zu einem Tag der offenen Tür ein. An diesem Tag wird der 513. Geburtstag des Humanisten und Reformators Philipp Melanchthon gefeiert. Am 16. April wird das Haus zunächst wieder geöffnet bevor es in der zweiten Jahreshälfte wegen der Baumaßnahmen längerfristig geschlossen wird.
Das große Reformationsjubiläum wirft seine langen Schatten voraus. Ein weiteres Highlight Wittenbergs wird zeitweilig in 2010 geschlossen. Bis 2017 soll alles tiptop sein, da wird dann sogar im Melanchthonjahr sein Haus dicht gemacht.
Die Sanierung der Denkmäler des Reformators Martin Luther und seines Mitstreiters Philipp Melanchthon auf dem Marktplatz in Wittenberg beginnt im März. Stadtsprecherin Karina Austermann erklärte, dass die Arbeiten voraussichtlich rund 1,3 Millionen Euro kosten werden. Davon kämen 540.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes, sagte Austermann am Mittwoch. Beide Denkmäler werden wegen der Sanierung schrittweise abgebaut. “Die Arbeiten werden bis Ende des Jahres dauern”, erläuterte die Stadtsprecherin. Große Schäden gibt es an den Sockeln der Denkmäler und an den gusseisernen Baldachinen, die die Figuren überdachen.
Die Lutherstadt Wittenberg wird in diesem Jahr während der gesamten touristischen Hauptsaison ohne die Denkmäler Luthers und Melanchthons auf dem Markt auskommen müssen. Insbesondere das Lutherdenkmal hat neben seiner künstlerischen Bedeutung als Werk von Schadow und Schinkel kulturhistorische Bedeutung - es war das erste deutsche Denkmal für einen Nichtadligen. Die als “Ersatz” gedachten Plastikfiguren (im Wittenberger Volksmund auch Lutherzwerge genaant) machen aus dieser Not eine Tugend. Mit ca. 1 m Höhe haben diese in verschiedensten Farben produzierten Figuren nach dem Vorbild des Denkmals kein Zwergenmaß mehr (preussisches Gardemaß natürlich auch nicht). Als Botschafter des Reformationsjubiläums werden sie nach ihrem “großen Auftritt” vom 14. August bis Ende September an Persönlichkeiten in aller Welt versandt. Wer viele bunte Luther-Figuren sehen will ist ab 14. August herzlich willkommen in der Lutherstadt.
Das Luther-Hotel in Wittenberg lädt ein zu Kamingesprächen mit “Ihrem” Bischof/Bischöfin. Wie im obigen Terminplan zu erkennen wird es in 2010 fünf solcher Begenungen geben. Das Luther-Hotel in Wittenberg gehört zu den Christlichen Hotels in Deutschland. Diese Reihe ist einerseits natürlich eine gute Möglichkeit für interessierte Gäste in geschichtsträchtiger Umgebung (400 m zur Stadtkirche und 500 m bis zum Lutherhaus) über Kirche und Religion mit einem kompetenten Ansprechpartner zu diskutieren, andererseits ein hervorragendes Marketing seitens des Hotels. Alleinstellungsmerkmale konsequent und einfallsreich genutzt!
Über das 370 Kilometer lange Teilstück des für christliche Pilger bedeutsamen Jakobsweges in Sachsen-Anhalt ist ein Reiseführer erschienen. In dem Buch mit dem Titel «Jakobsweg – Pilgern durch Sachsen-Anhalt auf der ersten europäischen Kulturstraße» werden die Kirchen und Klöster entlang der Wegstrecke nach Santiago de Compostela (Spanien) vorgestellt
Klar, der Jakobsweg ist der ältere und bekanntere von den beiden für Sachsen-Anhalt wichtigen Pilgerwegen. Aber vielleicht kann die TMG ja Cuelho und Kerkeling überreden, auch den Lutherweg mal entlang zu pilgern und Bestseller darüber zu schreiben? photo cc “Señal del Camino de Santiago von compostelavirtual.com bei Flickr”
Die Städte Wittenberg und Kronach wollen ihren Kulturtourismus stärker auf Lucas Cranach ausrichten und sich dabei gegenseitig unterstützen. …
Konkurrenz befürchtet man offenbar nicht. “Beide Städte sind räumlich, aber auch von ihrem Angebot her so weit voneinander entfernt, dass sie jeweils ein anderes Publikum ansprechen”, wird Marlies Schmidt zitiert. “Dennoch liegen sie nah genug beieinander, so dass es für eine wachsende Zahl von Gästen reizvoll sein wird, beide Städte zu besuchen.”
Im Artikel wird von einem touristischen Cranach-Weg gesprochen. Interessant - das wäre ein klassischer Fernwanderweg zwischen diesen beiden Städten durch mehrere Bundesländer - ambitioniert! Realitätsnäher sind gemeinsame Programme zum 500.Geburtstag Lucas Cranachs des Jüngeren und des Austausch von Ausstellungen. Auf jeden Fall haben beide Städte etwas davon ihre begrenzten Mittel so zielgerichtet für die Werbung in einem aufnahmebereiten Publikum zu verwenden. Viel Erfolg! Photo Kronach cc “2004-10-30 11-01 Oberfranken 025 Kronach von Allie_Caulfield bei Flickr”
Michael Muschner, Komponist und Klangkünstler, Berlin, hat aus biblischen Texten und den Stimmmelodien derer, die diese Texte heute im Gottesdienst lesen, zwölf Stücke komponiert – zwölf KlangThesen. Jeden Monat wird eine von ihnen ununterbrochen in der Schlosskirche zu Wittenberg zu hören sein – ein Kirchenjahr lang. Dabei hat die Musik einen zurückhaltenden, „meditativen“ Charakter mit geringer Lautstärke. Aus den Fensteröffnungen im Erdgeschoss des Kirchturms erklingt Musik, in geringem Abstand auf dem Vorplatz der Kirche gerade noch wahrnehmbar. Jede neue KlangThese wird an je einem Sonntag im Monat immer um 17 Uhr mit einer Abendliturgie und einer weiteren, künstlerischen Intervention eingeführt.
Mitten in der Wittenberger Altstadt, direkt am Markt, findet am 1. Advent der „Markt der schönen Dinge“ statt. Schon im Hof werden die Besucher von Kunsthandwerkern und kulinarischen Köstlichkeiten empfangen.
Das Zusammenspiel von unikater Kunst, der speziellen Atmosphäre des historischen Cranachhofes und der liebevollen und ideenreichen Gestaltung durch die sieben ansässigen Künstlerinnen macht diesen Markt zu einem besonderen vorweihnachtlichen Erlebnis.
Da die Wetteraussichten auch sonnig sind kann man einen Ausflug in die Lutherstadt nur empfehlen. Cranach war ja nicht nur der berühmte Maler, sondern auch ein erfolgreicher Kaufmann und Unternehmer. Deswegen ist ein Markt des Kunsthandwerks gerade in seinen Höfen bestens aufgehoben.
Von den 15 Einreichungen in der Kategorie “Touristischer Betrieb” konnte die Jagd- und Forstgesellschaft Stolberg mbH mit dem Projekt “Naturresort Schindelbruch - 1. klimaneutrales Hotel in Mitteldeutschland” am meisten überzeugen. Der VORREiTER belohnt das beispielhafte Engagement des Betriebes im nachhaltigen Tourismus, für den mit dem umwelt- und klimagerechten Umbau des Naturresorts Schindelbruch ein entscheidender Beitrag geleistet wurde. In der Kategorie “Touristische Destination” musste sich die Jury zwischen sechs Wettbewerbsbeiträgen entscheiden. Der VORREiTER in diese Kategorie ging an die Stadt Naumburg und die Vereinigten Domstifter. Der Preis honoriert die Idee der Akteure, mit dem UTA-Treffen ein starkes überregionales Medieninteresse und zusätzliche Nachfrage in belegungsschwachen Saisonzeiten zu generieren. Nachahmenswert ist nach Einschätzung der Jury zudem die Vernetzung kommunaler und touristischer Partner in Naumburg. Über den VORREiTER in der Kategorie “Touristischer Dienstleister” kann sich der Gesund älter werden e.V. aus Blankenburg freuen, der mit dem Projekt “Harzer Wandernadel - Das Wanderstempeln im Harz” bei Harzgästen auf überaus reges Interesse getroffen ist. Über 222 Stempelstellen regen Wanderfreunde dazu an, den Harz als Wandergebiet zu erkunden.
Im Rahmen des Tourismustages Sachsen-Anhalt wurden die besten Initiativen touristischer Unternehmen und Leistungsträger ausgezeichnet. Dieses Jahr überreichte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Haseloff die Auszeichnungen in der Arche Nebra, einem der neuen touristischen Highlights in Sachsen-Anhalt. Photo cc “arche nebra von thost bei Flickr”