Russlands Tourismuspolitik ändert Orientierung

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Während in der zurückliegenden Zeit im Mittelpunkt der staatlichen Tourismuspolitik das Incoming stand, soll der Schwerpunkt angesichts der weltweiten Krise der Inlandstourismus sein.

Entsprechend äußerte sich die zuständige Abteilungsleiterin im russischen Ministerium für Sport, Tourismus und Jugendfragen, Nadeshda Nasina.

Das Jahr 2008 sei ein gutes Jahr für den russischen Tourismus gewesen. Der Umsatz in Rubeln wuchs um 32,8%, die Zahl der Touristen um 16%. Im Incoming zählte man 67.000 mehr Touristen, im Outgoing waren es sogar 3 Mio mehr. Am deutlichsten stieg jedoch die Zahl des Inlandstourismus – um 16 Mio Pax.

Um den Inlandstourismus weiter zu fördern sieht das Ministerium 3 Aufgaben vor sich: die Verbesserung der entsprechenden Rechtsnormen, die Verbesserung der für den Tourismus notwendigen Infrastruktur und die Verbesserung der Qualität in Service und Erholungsbedingungen.

Dazu wird das Programm “Großer Goldener Ring Russlands” gehören. Der Name lehnt sich an den weltbekannten Goldenen Ring um Moskau an, der die ehemaligen Zarenklöster miteinander verbindet und zu den Standards des Welttourismus gehört.

Für die Verbesserung des Incomings sollen die Ein- und Ausreisegesetze so geändert werden, dass Gäste von Kreuzfahrtschiffen für 72 Stunden ohne Visa auf russischen Boden dürfen.

Für alle diese Aufgaben werden im Staatshaushalt ca. 229 Mio Rubel bereitgestellt, 15% weniger als im Vorjahr. Ein Teil geht in die Werbung im Ausland, u.a. für die Teilnahme an 15 internationalen Ausstellungen.

Unberührt von Kürzungen bleibt das 2 Mrd. Rubel-Programm “Südrussland”, mit dem unter anderem der Tourismus im Nordkaukasus und im Schwarzmeer-Asowsches Meer-Bereich entwickelt werden soll.


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