Der Staatskonzern “Rossiykye Technologii” gibt seinen vom Kreml gepuschten Plan einer eigenen Airline “Rosavia” auf. Stattdessen übergibt der Konzern sechs der wichtigsten für diesen Verbund vorgesehenen Airlines an Aeroflot und wird Aktionär der Aeroflot.
Bei den Neuzugängen zum Bestand von Aeroflot handelt es sich um :
- Rossia
- Kavminvody
- Orenburgskye Avialiniy
- Vladivostokavia
- Saratovskye Avialiniy
- Sachakinskye Aviatrassy
In diesem Jahr werden o.g. Fluggesellschaften in Aktiengesellschaften umgewandelt und danach an Aeroflot übergeben. Aeroflot wird nach diesem Deal seinen Marktanteil am russischen Markt auf 30 bis 35% verdoppeln.
Im Austausch erhält Rostechnologya einen Anteil an der Aeroflot. Dabei geht es um die 25,8% Aktien, die Aeroflot von seinem früheren Anteilseigner Alexander Lebedev für ca. 400 Mio USD zurückgekauft hatte. Rostechnologya möchte gerne dieses Gesamtpaket, während das Aeroflot-Management eher an 10% denkt.
Die Integration der Airlines wird schwierig, da auf Grund der Krise gewaltige Verluste eingefahren werden. Der größte Brocken ist dabei Rossia mit 3 Mrd. Rubel Verlust in 2009 und erwarteten 1,5 Mrd. Minus in diesem Jahr. Derzeit könnte Aeroflot die Schuldenlast der Neulinge nicht tragen, da die eigene Verschuldung schon zu hoch ist. Das Verhältnis Verbindlichkeiten zu Ertrag wird wahrscheinlich auf 4,5 ansteigen (bei geplanten 4) und Aeroflot zum Verkauf von einigen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäften zwingen.
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